Heracleum sphondylium – Wiesen-Bärenklau

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Beschreibung

Der Wiesen-Bärenklau ist ein recht stattlicher Verteter aus der großen und nur schwer überschaubaren Familie der Doldenblütler oder Doldengewächse (Apiaceae oder Umbelliferae), die aus etwa 430 Gattungen mit ca.3700 Arten besteht. Darunter wiederum befinden sich sehr giftige, wie etwa die Schierlinge oder z.B. der “gefürchtete” Riesen-Bärenklau, der stark phytotoxische Hautreizungen verursacht, sich zudem rasant ausbreitet und als invasiver Neophyt, besser unter dem Namen Herkulesstaude, bekannt ist. Aber auch sehr viele Kräuter, Gewürze oder Gemüse lassen sich bei den Doldenblütlern finden, wie etwa Möhre, Pastinake, Petersilie, Sellerie, Kümmel, Anis, Koriander, um nur einige allseits bekannte und ständig gebräuchliche, positive Beispiele zu nennen. Noch ein sehr positives Beispiel aus dieser Pflanzenfamilie ist eben auch der Wiesen-Bärenklau, den man eigentlich nicht mit seinem giftigen Bruder, dem eingeschleppten Riesen-Bärenklau aus dem Kaukasus, verwechseln kann. Aber an diesem Beispiel wird doch sehr schön deutlich, wie ein einziger Buchstabe für Verwirrung und Unmsicherheit sorgen kann.

Der hier beschriebene Wiesen-Bärenklau wird schon recht früh, um 1597, in Gerards Herbal gegen Kopfschmerzen, Gedächtnisschwäche, Melancholie und Unruhe empfohlen. Auch wurde er bei Atemwegserkrankungen, wie Bronchitis und Asthma, sowie gegen Bettnässen und Menstruationsbeschwerden von der Volksmedizin genutzt, heute ist er kaum noch in Gebrauch. Im Gegenteil zu seinem medizinischen Nutzen, erlebt diese Pflanze ein Comeback als Wildgemüse, von dem praktisch alle Teile verwendet werden können. Von der getrockneten, scharfen Wurzel, über das aromatische Grün (Laub und Stengel), bis zu den würzigen Samen kann alles in der Küche verwendet werden. Doch auch hier gilt, insbesondere bei Menschen mit empfindlicher Haut, daß der Pflanzensaft, vor allem in Verbindung mit Sonnenlicht, zu Hautreizungen führen kann, was mir persönlich, zum Glück, noch nie passiert ist, trotzdem will ich darauf hinweisen. Doch auch für Gärtner, die weder der medizinische, noch der kulinarische Zweck interessiert, ist die Pflanze durchaus reizvoll. So bildet sie mit ihrem bis zu 60cm langen, gefiederten bis gelappten Laub und ihrem bis 150cm, manchmal auch 200cm hohen Blütenstengel recht attraktive, am Besten als Solitär gehaltene, Pflanzen aus. In ihrer langen Blütezeit von Juni bis Oktober gilt sie als sehr gut besuchte Bienen- und Insektenweide. Dabei können die Blütendolden, die eigentlich aus vielen zusammengesetzten “Döldchen” bestehen, einen Durchmesser von gut 20cm erreichen. Die Pflanze gilt als zweijährig bis ausdauernd. Gesät wird in der kalten Jahreszeit, also ab Herbst bis März/ Anfang April an einen sonnig bis halbschattigen Platz direkt im Freiland, aber auch eine Vorkultur, bzw. Anzucht im Töpfchen ist möglich.

50 Samen

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